Stiftungsrat: Herzlich willkommen!

Die IRP freut sich, mit Dr. Thomas Zwiefelhofer wiederum einen Vertreter des Fürstentums Liech- tenstein in unserem Stiftungsrat zu begrüssen.

Dr. Zwiefelhofer ist liechtensteinisch- schweizerischer Doppelbürger und in Liechtenstein aufgewachsen. Er ist verheiratet und hat drei Kinder. Nach der Matura in Vaduz studierte er zunächst Architektur an der ETH Zürich und später Recht an der Universität St. Gallen, wo er auch promovierte. Von 2013 – 2017 war er Vize-Regierungschef sowie Innen-, Justiz- und Wirtschaftsminister des Fürstentums Liechtenstein. Seit 2017 ist er Mitglied des Group Boards der First Advisory Group, Vaduz, und daneben Mitglied des Vorstands der VLGST (Vereinigung liechtensteinischer gemeinnütziger Stiftungen und Trusts e.V.). Er verfügt über fundierte Erfahrung im Stiftungsrecht. Wir freuen uns auf die Zusammenarbeit mit ihm und bedanken uns herzlich für die Bereitschaft, sich für die IRP zu engagieren.

Herzlichen Dank für Deine Arbeit Andreas Steck!

Foto: Prof. James Fawcett, Béatrice Brunner, Verantwortliche im Büro Zürich und Prof. Andreas Steck anlässlich des Essens zu Ehren der Amtsübergabe vom abtretenden Präsidenten zum nächsten.

Der IRP Forschungsratspräsident, Prof. Andreas Steck, tritt nach 12 Jahren zurück. Er gibt sein Amt an einen anderen berühmten Spezialisten der Neurowissenschaften weiter, Prof. James Fawcett, Cambridge. Der IRP Stiftungsrat bedankt sich von ganzem Herzen bei ihm für die hervorragende Arbeit mit den Forschungsprojekten, die den guten Ruf der IRP ausmachen. Prof. Steck beschreibt wie er die vergangenen Jahre erlebt hat.

«Ich hatte in den letzten zwölf Jahren das große Privileg, den Vorsitz des IRP Forschungsrats zu führen. Dieser Zeitraum war ereignisreich und von erheblichen Fortschritten geprägt, die zum ersten Mal zu klinischen Anwendungen bei der Behandlung von Paraplegie-Patienten führten.
Der IRP Forschungsrat prüft jährlich die eingereichten Anträge und wählt die aussichtsreichsten Projekte aus. Die Paraplegie Forschung stellt eine grosse Vielfältigkeit in allen Bereichen dar, ausgehend von der Grundlagenforschung über klinische Anwendungen bis hin zur Neurorehabilitation. Ich möchte zwei IRP-unterstützte Projekte erwähnen, welche die translationale Forschung veranschaulichen, die zum Ziel hat, wissenschaftliche Theorien in praktische Anwendungen umzusetzen.

Zunächst wurde in Lausanne von den Forschern Grégoire Courtine und Jocelyne Bloch mit STIMO eine revolutionäre Neurotechnologie erfolgreich getestet, welche die gezielte elektrische Stimulation des lumbalen Rückenmarks mit einem Rehabilitationsprotokoll kombiniert. Zurzeit wird mit NISCI eine multizentrische Studie in mehreren großen europäischen Paraplegiker- Zentren zur Behandlung von Rückenmarksverletzungen durchgeführt: Ziel ist es, die therapeutische Wirksamkeit von Antikörpern gegen das Nogo-Protein nachzuweisen. Es ist hervorzuheben, dass die ersten vielversprechenden Publikationen des Neurobiologen Martin Schwab bereits 1990 veröffentlicht wurden, während die klinische Studie voraussichtlich 2023 abgeschlossen sein wird.

Auch wenn alles optimal verläuft, wird es noch einige Jahre dauern, bis die- se neuen Therapien bei der Behandlung von Rückenmarksverletzungen eingesetzt werden können. Es wird in der Medizin oft über schnelle Fortschritte gesprochen; die Paraplegie Forschung zeigt jedoch, dass zwischen den ersten Veröffentlichungen und der Anwendung beim Patienten eine manchmal lange Wartezeit besteht. Die richtige Balance zu finden, zwischen der Auswahl von Gesuchen für Grundlagenforschungsprojekte, die schwer auf den Patienten extrapoliert werden können, oder von Projekten, die eine klinischen Anwendung ermöglichen, erfordert eine durchdachte Strategie. Letztendlich war es diese Herausforderung, der sich der IRP Forschungsrat erfolgreich stellte.

Ich möchte allen Mitgliedern des Forschungsrats, die uns mit ihrem Wissen bei dieser Arbeit geholfen haben, sehr danken, sowie dem IRP Sekretariat für sein Engagement und dem Stiftungsrat für seine Unterstützung.»

Professor Andreas Steck

www.irp.ch: newlook!

Entdecken Sie unsere neue Homepage www.irp.ch, die ab jetzt einfach auf dem mobilen Telefon oder Tablett anzuschauen ist.

Nach zehn Jahren war es nötig, unserem digitalen Fenster ein neues Aussehen zu verpassen. Wir haben uns zusammen mit der Firma Prezenz bemüht, die Webseite benutzerfreundlicher, praktischer und besser verständlich zu machen.

Unsere Webseite richtet sich an zwei verschiedene Lesergruppen:

  • Die Forscher, die sich für eine Finanzierung ihres Projektes bewerben.
  • Die Freunde und Spender der IRP, die gerne die Aktivitäten unserer Stiftung kennen lernen möchten, sich für einen Anlass einschreiben oder um eine Spende zu machen.

Wir hoffen, dass diese neue Version eine unverzicht- bare Verbindung mit der IRP wird, auch wenn wir die persönlichen Kontakte immer noch bevorzugen!

Zwei renommierte Wissenschaftler erhalten den IRP Forschungspreis

Zwei renommierte Wissenschaftler erhalten den IRP Forschungspreis
Zum 17. Mal wird der IRP Schellenberg Research Prize die- ses Jahr vergeben und zum siebten Mal an zwei Forscher gleichzeitig, die sich den mit CHF 100 ́000 dotierten Preis teilen. Dieses Jahr fiel die Wahl der Schellenberg Jury einstimmig auf Prof. Patrick Freund, Universitätsklinik Blagrist, Zürich, und Prof. Jonas Frisén, Karolinska Institute, Stockholm.

Dr Forschungspreis wurde 2003 in Erinnerung an Ulrich Schellenberg, dem Co-gründer des IRP Stiftung. Die Preisverleihung findet am 1. Oktober 2020, um 17 Uhr, in der REHAB Basel statt. Die Einladungen werden im Sommer verschickt werden.